Studium

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Kein Studium spielt sich ausschließlich in der Uni ab. Zwischen Vorlesungen, Klausuren und Hausarbeiten bleibt genug Zeit, um die Vorzüge des Studienortes zu genießen. Wir haben uns mit deutschen Studenten unterhalten, die den Schritt ins Ausland gewagt haben. Hier findest du Insidertipps zum Leben in unseren Nachbarländern.

Ein Artikel von Maximilian Thürl

Studium im Nachbarland
Wie wäre es mit einem Studium in Tschechien, genauer gesagt in Prag?
© iStockphoto
Studium im Nachbarland Studium im Nachbarland

Prag zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an. Das liegt nicht nur an den Sehenswürdigkeiten wie der astronomischen Uhr am alten Rathaus, dem Schlossberg mit dem spektakulären Veitsdom oder der wunderschönen Bibliothek im Klementinum. Auch als Partymetropole mit erschwinglichen Preisen hat sich die Stadt einen Namen gemacht.

Ob durchtanzte Nächte und Live Musik im Lucerna Music Club, exklusive Atmosphäre und feinste Cocktails in der Hemingway Bar oder eine Zeitreise im rustikalen Medieval Pub am Schlossberg, hier ist für jeden Nachtschwärmer das Richtige dabei. Und zum Ausgleich gibt es Entspannung in den vielen Thermen in Karlsbad und Marienbad.

Tschechien

Prag

Das Studium auf Tschechisch ist auch für ausländische Studierende gebühren­ frei. Englischsprachige Programme bringen hingegen relativ hohe Studien­ gebühren zwischen 3.000 und 9.000 Euro mit sich. Interessant sind englische Studiengänge somit vor allem im medi­zinischen Bereich, da kein NC besteht. Bei der Finanzierung helfen in vielen Fällen Stipendien, auf die auch auslän­dische Studenten gute Chancen haben. Die Lebenshaltungskosten in Tschechien sind niedriger als in Deutschland, die Löhne bei Nebenjobs ebenfalls.

www.nach-dem-abitur.de/studieren-in-tschechien

Wenn du Sport liebst, ist der hohe Norden das Richtige für dich. In Oslo studierst du gebührenfrei. Und du findest hier ein wahres Paradies für Wintersportler und Outdoor-Fans vor. Glücklich in Norwegens Hauptstadt ist auch Annabel (22), die dort aktuell „Development, Environment & Cultural Change“ studiert. „Oslo ist eine Großstadt, in der du nie weit weg von der Natur bist, ob Fjord, Wald oder Berge. Ich habe mich hier schnell wohlgefühlt. Eine tolle Veranstaltung ist das Skifest an der Skisprungschanze „Holmenkollen“ mit einem schönen Ausblick über die ganze Stadt.“

Norwegen

Oslo

Die Uni Oslo gehört zu den Top 60 der Welt. Umso erstaunlicher ist es, dass es keine Studiengebühren gibt. Für Bachelor-Studiengänge müssen norwegische Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Die hohen Lebenshaltungskosten in Norwegen relativieren sich durch die sehr guten Stundenlöhne, die auch in Nebenjobs bezahlt werden. Wie in Deutschland darfst du 20 Stunden pro Woche während des Semesters arbeiten, um dein Leben zu finanzieren.

www.uscollegeinternational.com/2017/08/18/university-oslo-free-tuition

Ähnlich viel Rad gefahren wird auch bei den belgischen Nachbarn. Leuven ist eine waschechte Studentenstadt. Der hervorragende Ruf der Uni zieht Studierende aus aller Welt an. Sie machen 40 Prozent der 100.000 Einwohner der Stadt aus. Einen ähnlich guten Ruf wie die Uni genießen auch belgische Waffeln, Pommes und Bierspezialitäten. So befindet sich in Leuven das Capital, die Bar mit der weltgrößten Bierauswahl.

Lynell (23) macht ihren Master in Biologie in Leuven und ist glücklich vor Ort: „Langweilig wird es mir hier nie. Die Uni organisiert Sportangebote, Sprach- und Kochkurse und verschiedene Events, aber auch die Stadt selbst ist super vielfältig. Es gibt jede Menge Bars mit tollen Bieren und sogar eine Art Mini-China-Town. Wen es trotzdem in größere Städte zieht, der kommt mit dem Zug schnell und einfach nach Brüssel, Antwerpen, oder Ghent.“

Belgien

Leuven

Obwohl Leuven viel kleiner als die belgischen Metropolen Brüssel oder Antwerpen ist, befindet sich hier die größte, älteste und nach offiziellen Rankings auch beste Universität des Landes. Der gute Ruf der 600 Jahre alten Uni zieht Studenten aus über 100 Ländern an, was nahelegt, dass viele Lehrveranstaltungen auf Englisch stattfinden. Für Bachelorkurse ist die flämische Sprache der Standard. Für EU-Bürger liegen die belgischen Studiengebühren zwischen 500 Euro und 950 Euro im Jahr.

www.studiereninbelgien.de

Stefan (23) zog es nach dem Abitur nach Leiden in den Niederlanden. Hier macht er einen Bachelorabschluss in „South and Southeast Asian Studies“. Den Studiengang gibt es sonst nirgendwo in Europa. Heute ist er froh, den Schritt gewagt zu haben: „Leiden ist eine wunderschöne, historische Kleinstadt mit stark internationalem Flair und charmanten Highlights wie der Bar Einstein. Dort soll schon Albert Einstein persönlich am Tresen gesessen haben.“

Niederlande

Leiden

Leiden hat 125.000 Einwohner und hat die älteste Universität der Niederlande. Über 20.000 Deutsche studieren in den Niederlanden. Unterrichtet wird auf Englisch, Deutsch und natürlich Niederländisch. Die kulturelle und geografische Nähe zu Deutschland macht den Start leichter, ebenso wie die 50 Prozent ermäßigten Studiengebühren für Erstjahresstudenten aus der EU (1.071 Euro statt 2.043 Euro im Jahr).

www.studieren-in-holland.de

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