Studium

Digital leben, digital arbeiten

Lesedauer: 6 min

Die Digitalwirtschaft ist eine der innovativsten Branchen weltweit – und braucht dringend Nachwuchskräfte. Doch was bedeutet die Digitalisierung für dich, deinen Studienweg und Berufseinstieg in die Wirtschaft? Und warum kann dich ein Studium an einer Business School dabei besonders gut unterstützen? Das liest du hier.

Ein Artikel von Romy Schönwetter

Digital Health, E-Commerce oder Ki...
...sind nur einige Begriffe aus der heutigen digitalen Zeit.
© iStockphoto
Digital Health, E-Commerce oder Ki... Digital Health, E-Commerce oder Ki...

Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Unternehmen der Digitalbranche liefern uns wichtige Technologien für die Zusammenarbeit auf Distanz. Doch die digitale Wirtschaft umfasst weit mehr als Softwarelösungen wie Zoom oder Microsoft-Teams. Sie ist dafür verantwortlich, dass schon heute über 20 Milliarden Maschinen und Geräte über das Internet miteinander vernetzt sind. Tendenz steigend.

Wir zahlen kontaktlos, vertrauen den Gesundheitstipps unserer Smartwatch und werden dank 5G zukünftig noch mobiler und digitaler unterwegs sein. Damit wächst auch der Bedarf an Fachkräften, die neue, innovative Wege für Unternehmen gehen. „Die Arbeitswelt der Zukunft sieht so aus, wie wir sie heute gestalten“, sagt Anna Kaiser. Sie ist Vizepräsidentin des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. und hat vor sieben Jahren in Berlin das Unternehmen Tandemploy gegründet.

Ihre Software, mittlerweile über 20 Mal ausgezeichnet, ist wie Tinder für Unternehmen. Sie bringt Menschen zusammen: Kollegen mit Kolleginnen, Jung mit Alt, Neueinsteiger mit Expertin. So entstehen je nach Bedarf Teams, die sich perfekt ergänzen. „Um am Markt mithalten zu können, müssen wir Veränderungen verstehen – und dann aus allen digitalen Anwendungsfeldern die herausfiltern, die uns bestmöglich unterstützen.“ Doch was heißt das?

Was du brauchst: Street Smartness

Das bedeutet einerseits: Fachwissen aufbauen. Zum Beispiel zu rechtlichen Bedingungen und künstlicher Intelligenz, der Zukunftstechnologie der Weltwirtschaft. Hier bieten Business Schools die passenden Studiengänge (mehr dazu im Infokasten). Denn sie haben den Bedarf an neuen Fachkräften erkannt und bilden die Expert_innen von morgen aus.

„Die Theorie, die man sich aneignet, ist wichtig“, sagt Anna Kaiser vom BVDW. „Doch als Nachwuchskraft ist die Persönlichkeit ebenso entscheidend. Ich spreche gerne von ‚Street Smartness‘. Damit meine ich die Flexibilität, sich auf Veränderungen einzulassen und sich zu trauen, Ideen umzusetzen, deren Ausgang man noch nicht kennt.“ Deswegen lernt man an einer Business School auch, einen Businessplan zu erstellen und andere davon zu überzeugen.

Für Führungskräfte von morgen

Den Mut, Dinge selbst zu gestalten, zeichnet auch Vera Burggraf aus. Die 29-Jährige hat unter anderem „Management & Innovation“ an der Steinbeis School of Management und Innovation (SMI) in Berlin studiert und ist heute Coach und erfolgreiche Unternehmerin: Sie unterstützt Teams beispielsweise dabei, Strategien für mehr Wachstum und eine bessere Führungskultur zu entwickeln.

In ihrem Studium war eine zentrale Frage: Wie bleibt man in einem Umfeld des permanenten Wandels wettbewerbsfähig? Veras Antwort: „Indem man Strukturen versteht und flexibel agiert.“ Das Studium deckt zum Beispiel Marketing, Unternehmensführung, Statistik und Datenanalyse ab.

Daneben kannst du in zahlreichen Projekten eigene Ideen umsetzen. „Die SMI hat mir einen Einblick in eine digitale Welt voller Möglichkeiten gegeben“, sagt Vera, „und ich habe mir den Bereich herausgesucht, der zu mir passt. Mit meiner Coaching-App mache ich nun Führungskräfte fit für die Arbeitswelt von morgen.“

Interview

„Ein Studium mit Zukunft“

Antonia Nägele (26) studiert an der Weiden Business School „Digital Business“ und verrät, was erfolgreiche Studierende brauchen:

Antonia, warum hast du dich für das Studium entschieden?
Für mich ist es ein Studium mit Zukunft. Auch wenn Wirtschaftsprozesse digitaler werden, sind es immer die Menschen, die Dinge optimieren, anpassen und in bereits bestehende Software oder Computersysteme integrieren.

Mit welchen Themen beschäftigst du dich?
Ich studiere die Vertiefungsrichtung „E-Commerce und Retail-Management“. Es geht also zum Beispiel um Fragen wie: Was macht einen guten Online-Shop aus? Wie gestaltet man eine Webseite userfreundlich? Und wie kann man die Online- mit der Offline-Welt verbinden?

Welche Eigenschaften braucht man für dieses Berufsfeld?
Man sollte aufgeschlossen, neugierig und auch mal hartnäckig sein. Damit meine ich vor allem, dass man seine eigene Meinung vertritt – auch gegenüber Vorgesetzten.

Fünf Studiengänge mit Digitalschwerpunkt

Digital Business, B.A. (Weiden Business School der OTH Amberg-Weiden)

Drei Vertiefungen: E-Commerce & Retail-Management; Innovation & Process Management; Analytics & Data Management

www.oth-aw.de

Digital Business & Software Engineering, B.Sc.  (MCI  – Die unternehmerische Hochschule)

Online-Studium

www.mci.edu

Computational Business Analytics, B.Sc. (Frankfurt School of Finance & Management)

Studium auf Englisch, Praktikum, Auslandssemester

www.frankfurt-school.de

Digital Business Management, B.Sc. (DBU Digital Business University of Applied Sciences)

Flexibles Studienkonzept, u. a. frei wählbarer Startzeitpunkt

www.dbuas.de

Management und Digitalisierung, B.A. (FOM)

Berufsbegleitendes Studium

www.fom.de