Studium

Ein Level weiter

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Mehr als 34 Millionen Menschen in Deutschland zocken am PC, Smartphone oder der Konsole. Diese Nachfrage sorgt für gute Jobchancen. Knapp 30.000 Menschen arbeiten hierzulande in der Gaming-Branche.  Spiele wie Grand Theft Auto V müssen nicht nur entwickelt, sondern auch erfunden, gestaltet und produziert werden. So programmierst du deine Karriere auf Erfolg.

Ein Artikel von Manuel Heckel

Spiele entwickeln
ist für viele ein Traumberuf.
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Spiele entwickeln Spiele entwickeln

Idee und Konzept

Geschichtenerfinder: Welcher Raubzug führt durch welches Stadtviertel? Und wie entwickelt sich der Hauptcharakter im Laufe der Level weiter? Das bestimmen die sogenannten Storyteller oder Writer – also quasi Drehbuchautoren für die Gamingbranche. Wer hier mitmischen will, muss gute Geschichten schreiben können. Wichtig sind Kreativität und auch Frustrationstoleranz. Schließlich landet manche coole Idee nach langer Arbeit auch mal im Papierkorb, weil ein Spiel verschoben oder umgeplant wird. Lernen kann man all das in journalistischen oder literaturwissenschaftlichen Studiengängen.

Studienmöglichkeiten: Einige Hochschulen haben zudem spezialisierte Programme: etwa die Universität Bayreuth mit dem Bachelorprogramm Medienwissenschaft und Medienpraxis. Oder die TH Köln mit dem Masterstudiengang Game Development.

Berufseinstieg: Nach der Ausbildung arbeitest du bei einem Entwickler. Das kann ein riesiges Studio mit Kollegen in aller Welt sein. Oder ein kleiner Spieleentwickler mit Start-up-Atmosphäre in einem Hinterhofbüro. Manchmal werden die Jobs auch projektweise an Freiberufler vergeben. Das Gehalt kann daher stark schwanken. In Deutschland dürften mit etwas Berufserfahrung knapp 4000 Euro im Monat drin sein.

Gestaltung und Animation

Gestalter: Vom Salzsee bis zur Hochhausschlucht, vom Fahrrad bis zum Helikopter: Die Welt von GTA 5 ist etwa 125 Quadratkilometer groß, haben Fans ausgerechnet. Das ist größer als die Fläche von Paris. Und jedes Detail wurde von einem Game Designer liebevoll entworfen und umgesetzt. Gefragt sind hier vor allem zwei Skills: Eine gute Vorstellungskraft – häufig wird in Spielen ja nicht die Realität abgebildet, sondern eine Fantasiewelt. Und technische Kenntnisse – schließlich müssen die Ideen mit Computerprogrammen zum digitalen Leben erweckt werden.

Ausbildungs-/Studienmöglichkeiten: Diesen Mix vermitteln private Ausbildungsstätten wie etwa das SAE Institute, die Hochschule Macromedia oder das Bachelorprogramm „Game Art and Design“ an der Hochschule der bildenden Künste in Essen. An staatlichen Einrichtungen gibt es Studiengänge wie Interface Design oder Visuelle Kommunikation. Wenn du nicht studieren willst, kann dich auch der Weg über eine Mediengestalter-Ausbildung zum Ziel führen.

Berufseinstieg: Wichtig ist vor allem deine digitale Mappe mit eigenen Designs und Entwürfen. Mit der beeindruckst du die Spieleentwickler. Am Anfang steigst du wahrscheinlich mit etwa 3000 Euro pro Monat in den Job ein. Mit jedem Erfahrungs-Level steigt natürlich auch dein Gehalt. 

Überblick und Verantwortung

Produzent: GTA 5 hat dem Publisher Ubisoft viele Milliarden Euro Umsatz eingespielt. Denn auch in der Spielebranche geht es ums Geld. Und der sogenannte Game-Producer spielt dabei eine wichtige Rolle. Während der Entwicklung ist er oft die Schnittstelle zwischen Programmierern und Designern auf der einen Seite – und Marketing und Vertrieb auf der anderen. In dieser Rolle behältst du die vielen digitalen Fäden in der Hand, den Überblick über die Kosten und achtest darauf, dass wichtige Deadlines eingehalten werden.

Ausbildungs-/Studienmöglichkeiten: Game Producer müssen daher von vielen Teilen der Spieleentwicklung Ahnung haben. Dazu sollten sie zudem exzellente Projektmanagementfähigkeiten haben – und auch Stress aushalten können, wenn es mal Ärger oder technische Probleme gibt.

Berufseinstieg: Der Weg zum Game Producer führt oft über ein paar Jahre als Spiele-Programmierer oder -Designer. Studiengänge wie Medienmanagement oder Informatik können wichtiges Fachwissen vermitteln. An der Hochschule Harz kannst du einen Bachelor in Medien- und Spielekonzeption machen, an der privaten Games Academy oder der School for Games gibt es Programme zu Games Production. Wie viel du verdienst, hängt von deinen Kenntnissen ab. Mit guten Referenzen können es um die 4000 Euro im Monat sein.

Jetzt informieren

Die Gaming-Branche bietet viele weitere spannende Jobprofile – etwa als Sounddesigner oder Community Manager. Die verschiedenen Berufsbilder auf einen Blick: www.game.de/themen/berufsbilder/

Ein eigener „Ausbildungskompass“ verrät dir, welche Hochschulen und Akademien dir beim Weg in die Gaming-Branche helfen: www.ausbildungskompass-games.de/